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von Leonie Wolff am Freitag, 28.02.2025 um 21:56

Kreuth: Die Letzten werden die Ersten sein

Mit Luv springt Luise Konle zum Sieg.  /  © Wolff

Mit dem Ende des zweiten Turniertages an diesem Wochenende, stand auch die erste Entscheidung in einem der schweren Springen über 1,40 m an. In einer Punktespringprüfung ohne Joker hatten sich für Kreuther Verhältnisse „nur“ 13 Starterpaare in die Liste eingetragen.

Darunter auch Bayerns Nachwuchsreiterin Luise Konle, die als zweite Starterin den schick aufgemachten achtjährigen Fuchswallach Neptun gesattelt hatte. In gewohnt feinem Stil brillierte sie schon mit ihrem ersten Pferd, musste jedoch leider einen Flüchtigkeitsfehler in Kauf nehmen. 

Die erste fehlerfreie Runde sollte Sabrina Berger liefern, die mit ihrem sehr vermögend springenden Quidams Star Melloni die deutlich engeren Wendungen wählte. Mit 63,77 Sekunden setzte sie die nachfolgenden Starter schon einmal unter Druck. Doch schon wenige Starter später sollte sich beweisen: die engeren Wege sind nicht immer die schnellsten! Julian Stahl, der im Sattel des elfjährigen Oldenburgers Call him Cody in die Ostbayernhalle einritt, ließ den vorsichtigen Wallach flüssig galoppieren, verschenkte keine Sekunde und nahm Berger noch einmal über zwei Sekunden ab (61,39 Sekunden).  Sollte diese Zeit des baden-württembergischen Profis noch zu schlagen sein? Zunächst nahm sich dieser Aufgabe Marian Müller an, der seine Runde gleich von Sprung eins an mit ordentlich Risiko ansetzte. Schlussendlich reichte es jedoch nicht ganz für die Führung (62,02 Sekunden).

Mit etwas weniger Risiko, dafür mit sehr viel Übersicht, legte Lena-Marie Kraus ihre Runde an. Sie hatte den elfjährigen Billy Um Bongo-Sohn gesattelt, der mit seinen schnellen Reflexen und seinem Vermögen überzeugen konnte. Für Lena-Marie Kraus war es das erste S-Springen in ihrer Karriere, was direkt mit einem wunderbaren fünften Rang belohnt wurde. Abschließend hatte Luise Konle ihr zweites Pferd an den Start gebracht. Der neunjährige Up to Date-Sohn Luv kämpfte mit vollem Ehrgeiz für seine Reiterin, die am heutigen Abend das volle Risiko einging und gerne die erste Distanz wählte. Nach der Ziellinie der Blick zur Uhr, 61,36 Sekunden und Führung! Damit sollte sich am heutigen Tage mal wieder beweisen: Die Letzten werden die Ersten sein.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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