München-Riem: Ava Ferch saust zum CSI1*-Triumph
Als gestern Abend mit dem Preis von CWD Deutschland, einer CSI*-Springprüfung mit Stechen der letzte Wettbewerb bei Pferd International München über die Bühne ging, lehrte eine junge Amazone aus Bayern die Konkurrenz das Fürchten. Am Ende hieß es Sieg für Ava Ferch, eine der besten bayerischen Nachwuchsreiterinnen vom Ammersee.
Nur acht von 50 Startern qualifizierten sich fürs Stechen, davon gleich sechs Amazonen. Nur zwei Männer schafften dieses, darunter Hansi Blum, Turnierleitung Springen bei Pferd International München. Vor den Augen seiner hochschwangeren Ehefrau Simone Blum, selbst Weltmeisterin im Springsattel, steuerte er Casallyna fehlerfrei durchs Ziel. Im Stechen allerdings leisteten sich die Zwei einen Abwurf.
Die Nase vorn hatte sehr zur Freude des Publikums Ava Ferch, 16-jährige Tochter von Schauspieler Heino und Marie-Jeanette Ferch. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Mama Marie-Jeanette war hocherfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin, qualifizierte sich unter anderem 2000 für die Olympischen Spiele von Sydney und ist zudem leidenschaftliche Polo-Spielerin, Papa Heino liebt das Polo-Spiel ebenfalls und wurde 2016 gar Deutscher Meister.
Vor den Augen der stolzen Mama drehte die Schülerin im Sattel von Elvic van het Hoeve-Terras Z dann so richtig auf. Der dreizehnjährige Elvis ter Pulle-Nachkomme und die junge Dame sausten der Konkurrenz in einem wahren Teufelsritt davon und nahmen als vorletztes Starterpaar der bis dato in Führung liegenden Britin Mandy Beger noch einmal gut 1,9 Sekunden ab – das war der Sieg. Denn die letzte Starterin, Beata Hermelin aus Schweden leistete sich auf Leonardo de Vinck zwei Abläufe. Den dritten Rang belegte ebenfalls ein Nachwuchstalent aus dem Freistaat: Luise Konle aus dem fränkischen Küps bliebt im Sattel von Luv ebenfalls fehlerfrei. Hansi Blum und Casallyna wurden Fünfte, gefolgt von Theresa Kröninger von der RA München mit Gertrud.