Winterlingen: Bayerische Dominanz im iWEST Dressur Cup
Eins steht schon seit Jahren fest: Mit den bayerischen Dressurreitern ist im iWEST Dressur Cup stets zu rechnen. So war es auch bei den Winterlingen Winners, wo die zweite Station des beliebten, bundesweit offen ausgeschriebenen Dressurcups stattfand. Wie schon bei der ersten Station in Karlsfeld, präsentierte sich ein breites und starkes Starterfeld. Ein, zwei Favoriten gibt es in diesem Jahr nicht. Nein, fast jeder Starter der gestrigen Kür ist für den Sieg gut. Schlussendlich feierte der Freistaat aber einen bärenstarken Doppelsieg.
Jana Lang und ihr Baron verbindet schon eine lange gemeinsame Geschichte. So sammelten die beiden etliche Medaillen bei Nachwuchs-Europameisterschaften und führten über Jahre hinweg die Weltrangliste der Jungen Reiter an. Nun ist Jana Lang aus dem Nachwuchsalter der U21-Reiter „rausgewachsen“ und war auf der „Suche“ nach einer neuen Herausforderung. „Baron und ich lieben Kürreiten. Auch mit seinen 19 Jahren ist er einfach noch hochmotiviert und so „lief“ mir der iWEST Dressur Cup über den Weg. Eine tolle Serie“, erläutert Jana Lang. Die „gemeinsame“ Liebe zum Kürreiten spiegelte sich in der Intermediaire I Kür von der ersten Sekunde an wider. Höchste Harmonie zwischen Reiter und Pferd sowie mit der Musik, ein hoher Schwierigkeitsgrad, den die beiden mit höchster Leichtigkeit meisterten und eine technisch einwandfreie Vorstellung führte zu einem Spitzenergebnis von 79,6 Prozent. Dabei punkteten die beiden vor allem in den weit kreuzenden Trabtraversalen, wobei Jana Lang aus dem starken Trab in die Trabtraversale wechselte. Eine ebenfalls raffinierte Linie war der gelungene Übergang vom starken Schritt in die Galopppirouette sowie direkt im Anschluss in den versammelten Schritt. Auch in den toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln punkteten die beiden. Hinter dem Siegerpaar folgte ein weitere bayerisches Paar, Romina Nieberle und ihr mächtiger Free Willy, die Vortagessieger der Intermediaire I. Auch diesem Duo gelang eine technisch einwandfreie Vorstellung, wobei sie einmal mehr in den Verstärkungen, Serienwechseln und Galopppirouetten zu überzeugen wussten. Sie verwiesen mit 77,7 Prozent Tina von Briel mit Tallahassee auf Rang drei (77,5 Prozent). Ebenfalls bärenstark: Katrin Burger mit Darleen de Funes (77,4 Prozent) und Marie Christin Kogel mit Doc-Holliday (76,6 Prozent). Auch die beiden folgenden Reitern auf den Plätzen sechs und sieben, Anna-Lisa Stotmeister mit Best of Bond (75,3 Prozent) und Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart (75,2 Prozent), zeigten sich im Vergleich zur ersten Station noch einmal gesteigert. Nun ist für die Teilnehmer des iWEST Dressur Cups erst einmal Pause angesagt, bevor beim Dressurfestival auf dem Gestüt Birkhof erneut Punkte gesammelt werden dürfen.