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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 15.06.2025 um 15:38

Balve: Bronze für Noah Kuhlmann und 18. DM-Gold für Isabell Werth

Noah Kuhlmann freute sich mit Staatslegende bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter über Bronze.  /  © Lafrentz

Es lag schon in der Luft und dennoch gehört es dann erst einmal die Nerven zu behalten. Nach konstant guten Leistungen in den vergangenen Wochen knüpft Noah Kuhlmann bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter in Balve an die starke Form an, liefert in allen drei Wertungsprüfungen gute Runden und schnappt sich eine Medaille.

Schon nach den ersten beiden Wertungsprüfung lag der Reiter vom Bodensee auf dem Bronzerang. Vor der finalen Kür hieß es noch einmal Nerven behalten. Zwar beschreibt die Kür die Lieblingsdisziplin des Studenten und seines Wallachs Staatslegende. Doch sein „San“, wie Noah Kuhlmann seinen Staatslegende liebevoll nennt, kann sich schon auch mal zu motiviert präsentieren. Doch in der Kür von Balve behielten sie beide ihre Nerven und wurden nach einer harmonischen Kür mit Highlights in der schwungvollen Trabtour und der Galopptour mit so einigen Schwierigkeiten verdient mit 73,8 Prozent belohnt. Oben drauf gab’s in der Gesamtwertung und damit in der Deutschen Meisterschaft der Para-Dressurreiter von Grade IV und V Bronze. Das ist ein wahrlich bärenstarker und auch verdienter Erfolg, besonders vor dem Hintergrund, dass die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter gesammelt in zwei Gruppen stattfinden. Das bedeutet, dass nicht in jedem Grade Medaillen vergeben werden, sondern der Medaillenkampf zum einen in den Grade IV und V sowie zum anderen in den Grades I bis III gesammelt stattfinden. Noah Kuhlmann und Staatslegende haben sich aber einmal mehr durchgesetzt und können sich nun sicherlich noch Hoffnungen auf eine EM-Nominierung machen. Denn die Deutschen Meisterschaften stellten die letzte Sichtung für die Europameisterschaften im September dar. Gold sicherte sich in überlegener Art und Weise Isabell Nowak, die mit Siracusa OLD alle drei Wertungsprüfungen vor Regine Mispelkamp mit Pramwaldhof’s Bayala angeführt hatte. . „Es war schon sehr beeindruckend, hier vor so einer Kulisse zu starten“, so Isabell Nowak, die 2007 bei einem Verkehrsunfall einen schweren Schaden der Halswirbelsäule und der linken Hüfte erlitt. Mit Hüftprothese und Physiotherapie kämpfte sie sich ins Leben zurück, geblieben ist eine Bewegungs-/Kraftschwäche im rechten Arm und im linken Bein.

18. DM-Gold für Isabell Werth

Isabell Werth sicherte sich mit Wendy de Fontaine Gold im Grand Prix Special der Deutschen Meisterschaften.  /  © Lafrentz

Es ist schon beeindruckend: Im Grand Prix Special sicherte sich Isabell Werth mit ihrer Ausnahmestute Wendy de Fontaine ihr 18. DM-Gold. „Wendy war einfach super“, schwärmte Isabell Werth. Und damit hatte die Dressurqueen wahrlich recht. Es war eine Vorstellung, die an Strahlkaft, Übersicht und Leichtigkeit nur so strotzte. Ein Highlight bildete einmal mehr die ausdrucksvolle und gleichmäßige Piaff-Passage-Tour. Kleiner Wehmutstropfen: In den Einerwechseln wurden die beiden vom Fehlerteufel begleitet, was aber wahrlich keine Abstriche an dieser Traumrunde und den verdienten 78,5 Prozent machen sollte. Silber sicherte sich in einer ähnlich selbstsicheren Art und Weise sowie mit dem nötigen Go Frederic Wandres mit Bluetooth OLD (77,6 Prozent). Bronze ging an Katharina Hemmer mit Denoix PCH (76,6 Prozent). „Ich hatte heute ein sehr gutes Gefühl, an manchen Stellen ist aber noch Luft nach oben. Denoix war sehr fokussiert und war wirklich bei mir. War total happy. Denoix hat richtig mitgekämpft“, schwärmte Hemmer über den 13-jährigen Oldenburger Hengst von Destano, der im Besitz ist von Hubertus Schmidt, bei dem sie als Bereiterin angestellt ist. Bundestrainerin Monica Theodorescu zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Reiter: „Das waren schon tolle Runden hier. Bei einigen noch recht neuen Paaren sah man, dass doch noch die Routine fehlt, wie etwa bei Jessica von Jessica von Bredow-Werndl und Diallo, der sich heute noch „verguckt“ hatte. Diese Kulisse ist natürlich auch eindrucksvoll.“ Doch auch die Bayerin setzte mit ihrem Diallo erneut etliche Ausrufezeichen, besonders mit Blick in die Zukunft. Mit teuren Fehlern beim Anpiaffieren aus dem Schritt sowie in der Galopptour in den Einerwechseln reihte sie sich Platz zehn ein. Bleiben wir bei Jessica von Bredow-Werndl: Auch die Nachwuchspferde-Tour auf Dreisterne-Niveau dominierte sie mit Got it BB und zwei Siegen vor Isabell Werth mit Valdiviani.

Neu gemischt in der Kür

Die Starterliste der finalen Grand Prix Kür zeigte sich teilweise leicht verändert. So verzichteten Isabell Werth mit Wendy de Fontaine und Frederic Wandres mit Bluetooth OLD auf einen weiteren Start bei den Deutschen Meisterschaften, um ihre Pferde für die weiteren Aufgaben in dieser Saison zu schonen. Damit war der Weg „frei“ für den Rest. Diese Chance nutzte Sönke Rothenberger mit Fendi am besten, gar fanden die beiden im Dressurviereck zur alten Selbstsicherheit zurück. „Ich bin sehr froh und sehr stolz auf mein Pferd. Er hat mir heute endlich im Prüfungsviereck vertraut. Im Training und auch beim Abreiten klappt es immer gut. Doch im Prüfungsviereck hat er mir in letzter Zeit nicht immer vertraut. Umso glücklicher bin ich nun über diese Goldmedaille“, strahlte Sönke Rothenberger, der sich mit 81,6 Prozent gegen Matthias Alexander Rath mit Destacado FRH (80,2 Prozent) und Isabell Werth mit ihrer Nachwuchshoffnung, dem zehnjährigen Wallach Special Blend (79,8 Prozent), durch. Für Katharina Hemmer und Denoix PCH wurde es heute „nur“ Rang vier.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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