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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 05.06.2026 um 16:59

Balve: Gute Ausgangslage für Michael Viehweg und emotionaler Sieg für Günter Schmaus

Michael Viehweg und Contario sprangen in der ersten Wertungsprüfung bei den Deutschen Meisterschaften in die Platzierung.  /  © Lafrentz

Nun sind auch die Deutschen Meisterschaften der Springreiter gestartet. Zum Auftakt gab es ein äußerst spannendes 1,55-Meter-Springen über zwei Umläufe, wobei Michael Viehweg und Contario einmal mehr auf sich aufmerksam machten.

Eine "fast" coole Socke

„Cool Fox hat mich heute mit seinen zwei Nullrunden etwas überrascht. Ich bin überglücklich, das Springen heute anzuführen“, resümierte Marco Kutscher. Kutscher hatte in der ersten Wertungsprüfung gleich zwei heiße Eisen im Feuer, den elfjährigen Colman-Nachkommen Cool Fox und den elfjährigen Los Angeles-Nachkommen Pikeur Lemar NRW. Auch wenn er fast schon in Letzteren größere Hoffnung gesetzt hatte, freute sich Marco Kutscher natürlich über den Sieg und darüber hinaus über die starke Ausgangslage in der Deutschen Meisterschaft. Im Sattel von Cool Fox gelangen ihm in beiden Umläufen zwei starke Nullrunden, wobei er sich mit einer Zeit von 64,16 Sekunden gegen Christian Kukuk mit Akarad Tivoli Z (64,73 Sekunden) durchsetzte. Ob Cool Fox auch im Alltag eine echte „coole Socke“ ist? Auf diese Frage hat der Springausbilder eine klare Antwort: „Auf der einen Seite ist er sehr cool. Auf der anderen Seite kann er auch etwas guckig sein“. Kutscher kassierte mit Pikeur Lemar NRW im ersten Umlauf einen ärgerlichen Abwurf, sicherte sich aber dennoch auch mit ihm mit Platz 13 eine Schleife. Rang drei ging in der ersten Wertungsprüfung an Mario Stevens mit Starissa FRH (65,36 Sekunden). Aus süddeutscher Sicht hatte auch Michael Viehweg allen Grund zur Freude. Im Sattel seines Erfolgspartners Contario gelang ihm im ersten Umlauf eine tadellose Nullrunde. Im zweiten Umlauf kassierten die beiden einen ärgerlichen Abwurf, aber die Zeit von 64,62 Sekunden stimmte. So sprangen schlussendlich Rang elf und eine gute Ausgangsposition für das Finale heraus. Auch Benjamin Wulschner und Cassiopeia blieben im ersten Umlauf mit einer schnellen Zeit fehlerfrei. Im zweiten Umlauf gelang den beiden erneut eine starke Zeit, aber leider fielen drei Stangen. Dennoch schaffte auch Wulschner den Sprung unter die für das finale Springen zugelassenen 25 Paare.

S-Sieg für Günter Schmaus

Gleich zum Tagesauftakt wurde es in Balve emotional: Günter Schmaus, der sich aktuell nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma ins Leben zurückkämpft, siegte mit seinem routinierten Farezzo im Amateur-Springen über 1,40 Meter. Günter Schmaus kämpft noch immer mit Gedächtnislücken und hat Schwierigkeiten beim Sehen. „Ich reite nach Gefühl“, erläutert Schmaus. Umso beachtlicher ist der heutige Sieg in Aachen. Aber eigentlich ist es gar nicht so verwunderlich. Denn die Pferde haben ihm direkt nach dem Unfall zurück ins Leben geholfen und sind bis heute seine Therapeuten. Mit dem heutigen Sieg kommt Schmaus seinem Ziel von 100 S-Siegen immer näher. Nun fehlen nur noch fünf S-Siege. Auch Tobias Rist mit Undercover, Lisa Schill-Huber mit H Kawawa Seben und Thomas Fessler mit Carlos zählten zu den Platzierten.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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