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von Petra Krayl am Samstag, 24.01.2026 um 15:53

Novum bei den DSP-Hengsttagen: zwei Siegerhengste in der Dressur

Aus Bayern der Siegerhengst Dressur: v. Feliciano - San Amour  /  © Hubert Fischer
Siegerhengst Dressur: von Sir Heinrich - Don Juan de Hus  /  © Hubert Fischer
Siegerhengst Springen: von Heartbreaker - Diarado  /  © Hubert Fischer

Nach einer kurzen Nacht trafen sich die Pferdebegeisterten am Samstag zur Verkündung der Prämien- und Siegerhengste. Alle 52 gekörten Hengste stellten sich erneut in der Bahn, damit auch ihre Züchter und Besitzer geehrt werden konnten. Begonnen wurde mit den Springhengsten. Sportkommissar Andy Witzemann – der viele Springer bereits bei der Vorauswahl beurteilen konnte – bezeichnete den springbetonten Jahrgang als überragend. Aus den Urteilen resultierte eine Körquote von 24 von 36 vorgestellten Hengsten sowie elf Prämien. Gänsehautfeeling bescheinigte er dem Siegerhengst (v. Heartbreaker – Diarado). Der langbeinige, blutgeprägte DSP-Hengst stammt aus der Zucht von Uwe Eberhardt (Herbrechtingen); Zucht- und Besitzverhältnisse: B.: Jürgen Laue, Gerbstedt. Erster Reservesieger ist ein Million Dollar-Sohn aus Zucht und Besitz von Klaus Isaak (Künzelsau). Die Jury lobte sein ausgeglichenes Interieur und sein gewaltiges Springen. Der zweite Reservesieger ist ein Sohn des Cornet Balou aus Österreich (Zucht-Erich Priewasser; Besitz Hartmut Keitel und Jürgen Laue, Gerbstedt). Die Hengststation Schlamminger aus Regensburg durfte sich gleich über zwei Prämienhengste und zwei gekörte Hengste freuen. Aus dem Springlot erhielten unter anderem drei Nachkommen von Conthargos das Prädikat gekört.

Feliciano und Sir Heinrich stellen die Dressursieger

Während die drei Springsieger alle aus dem DSP-Zuchtgebiet stammten, gab es in der Dressur ein Novum: Zwei Siegerhengste und ein Reservesieger – eine Begründung der Jury lautete, dass die Qualität so hoch war. Und zur Überraschung aller war nur einer der Hengste im DSP-Verband registriert. Der zuerst aufgerufene Siegerhengst ist ein schön aufgemachter Rappe von Feliciano – San Amour aus der Zucht von Martin Niedermair, Aying (Z.: Ida Vávriková, CZ-Brno). Jörg Schrödter, Sportkommissar Dressur, beschrieb ihn als Traumpferd, das sich federnd, leichtfüßig und ausdrucksstark bewegt. Der zweite Sieger kam aus dem Zuchtgebiet Westfalen: ein imposanter Fuchs (v. Sir Heinrich – Don Juan de Hus), ein absolutes Ausnahmepferd das in allen Grundgangarten überzeugt hat. An der Longe präsentierte er sich phantastisch: super schön in der Anlehnung und immer im Bergauf. Züchter des Siegerhengstes ist Erich Trogemann aus Olfen, Besitzer die Schulze Averdiek Sportpferde GbR aus Rosendahl. Als Reservesieger zeichnete die Kommission den Hannoveraner Juwel – Vitalis aus. Ein kompakter Fuchs mit brillantem Hinterbein und viel Ausdruck, vorgestellt von BG Westhof u. Rothenberger aus Bad Homburg (Z.: Lianne und Claus Fenske, Wardenburg).

Spitzenpreise von 265.000 Euro

Insgesamt gab es im Dressurlot neun Prämienhengste. Neben den Siegerhengste waren dies Söhne von Dutch Dream, Energy, Fusionist, Global Player, Total Hope und Zackerey. Die Zuschauer waren in diesem Jahr nicht immer mit den Körurteilen einverstanden. Bei der Auktion zeigten sich die Kaufentscheidungen teils gegensätzlich zum Urteil der Jury, da der Markt anders entschied. Der Siegerhengst vom Fürst Heinrich erzielte den Spitzenpreis von 265.000 Euro und ging zum Gestüt von Bellin, während der Sohn des Feliciano für 56.000 Euro in die Niederlande wechselte. Beim Springlot lag der Spitzenpreis bei 102.000 Euro für den ersten Reservesieger, dem Nachkomme von Million Dollar. Für den Sieger im Springen und den zweiten Reservesieger wurden jeweils 60.000 Euro erzielt. Hohe Preise erzielten die Dressur-Prämienhengste wie z.B. der Sohn des Global Player mit 130.000, der Energy-Nachkomme 125.000, von Dutch Dream 100.000 und der Sohn des Zackerey 150.000 Euro. 

Matthaes-Medien würdigen Vorführer und Pflegerleistung

Das Magazin Züchterforum der Matthaes Medien GmbH zeichnete auch in diesem Jahr den besten Vorführer auf allen deutschen Körplätzen aus. Linus Richter, der seit langen Jahren zum Team von Uwe Hannöver zählt erhielt den Scheck in Höhe von 300 Euro von Claus Schridde und Tobias Hemken vom Züchterforum überreicht. Ebenfalls unter dem Dach der Matthaes Medien erscheint Bayerns Pferde Zucht und Sport, das den Preis für den besten Pfleger stiftete. Redakteurin Petra Krayl übergab den Scheck über 150 Euro für den Titel „Best Groom“, für die beste Pflegerleistung an das Team Schulte-Märter aus Soest.

Einen ausführlichen Bericht zur Körung lesen Sie in der nächsten Ausgabe von Bayerns Pferde Zucht und Sport

Petra Krayl (Redakteurin)

Die Agraringenieurin ist die Expertin für das Zuchtgeschehen, Schwerpunkt Bayern, aber auch in den Themen Pferdehaltung, Stallbau und Technik versiert. Sie stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer kleinen Pferdezucht. Bevor sie zum Matthaes Medien Verlag kam, war sie in der Erneuerbaren Energien Branche als Marketing und PR-Managerin tätig. In Marbach absolvierte sie eine Reitwartausbildung und war auf ländlichen Turnieren im Springen und in der Dressur unterwegs. Heute trifft man sie auf den bayerischen Turnierplätzen als Begleiterin ihrer Tochter.

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