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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 10.04.2026 um 05:15

Weltcup-Finale: Kent Farrington brilliert

Kent Farrington brillierte in der ersten Qualifikation der Springreiter.  /  © Lafrentz

Mit Spannung erwartet und nun endlich gestartet: Die FEI World Cup Finals in den Disziplinen Springen und Dressur finden in diesem Jahr in Texas, genauer gesagt in Fort Worth, statt. Den Auftakt bildeten die Springreiter, wobei die US-Reiter vor heimischem Publikum auftrumpften und zwei deutschen Reitern Traumrunden gelangen.

Der Plan geht auf

Anderson de Moura Lima agierte in der ersten Qualifikation der Springreiter, einem Zeitspringen über 1,60 Meter, als Parcoursbauer und machte einen „guten Job“. Der Parcours verfügte noch nicht über die Maximalhöhe, dennoch über einige technische „Klippen“ und genügend Möglichkeiten, schöne sowie schnelle Runden zu zeigen. Die Finalisten nahmen diese Aufgabe an und versuchten, schnell zu reiten, um sich logischerweise für die Folgetage eine gute Ausgangslage zu verschaffen. Gleich zum Auftakt setzte der US-Reiter Aaron Vale mit Carissimo und 64,32 Sekunden als erster Reiter eine erste Messlatte.  Souverän mit gutem Risiko – doch, dass es nicht ganz so einfach sein wollte, wie es dieses Paar aussehen lassen hatte, zeigte sich gleich bei den nächsten Startern. Hier musste vor allem einer der Favoriten, Willem Greve mit Pretty Woman van’t Paradijs, gleich vier Abwürfe, also zwölf Strafsekunden, einstecken. Apropos Favoriten: Zu den ganz klaren Favoriten zählt Kent Farrington, der im ersten Springen auf die zwölfjährige Toulayna setzte. Die beiden brillierten mit einer Runde wie am Schnürchen gezogen. Beeindruckend ist, dass die Toulon-Tochter am Sprung keine Zeit verliert und sofort nach der Landung flink weitergaloppiert. Hinzu kam die tolle Eingespieltheit des Paares oder wie es Kent Farrington selbst beschrieb: „Ich habe großes Vertrauen in dieses Pferd und konnte genau das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte“. Der Lohn: 62,03 Sekunden, eine Zeit, die niemand mehr unterbieten konnte. Am dichtesten kam dem US-Reiter Daniel Deußer, der mit Otello de Guldenboom eine Runde mit viel Übersicht, fast schon am „kleinen Finger“, zeigte. Flink waren die beiden auch und so stoppte die Uhr bei 62,21 Sekunden. „Mein Pferd hat es mir heute leicht gemacht“, freute sich Daniel Deußer, der sich 2014 im Weltcup-Finale bereits den Titel geschnappt hatte. Dem Quartett einen Schritt näher ist Steve Guerdat nach der ersten Qualifikation der Springreiter. Der Schweizer könnte in dieser Woche Geschichte schreiben. So hat er bislang, genauso wie Marcus Ehning, Rodrigo Pessoa und Meredith Michaels-Beerbaum, dreimal das Weltcup-Finale gewonnen. In Fort Worth könnte der „vierte Streich“ hinzukommen. Am ersten Tag gelang ihm mit Iashin Sitte eine effektive und schnelle Runde. Guerdat holte alles heraus und hielt mit 62,49 Sekunden Anschluss zur Spitze. Lillie Keenan mit Kick On folgte mit 63,78 Sekunden auf Rang vier. Bemerkenswert an diesem Ergebnis: Die US-Amerikanerin kassierte einen ärgerlichen Abwurf, sprich hatte die schnellste Zeit geliefert.

Der letzte Sprung

René Dittmer und seinem Cody gelang ein Traumdebüt beim Weltcup-Finale. Mit großer Eingespieltheit und passendem Risiko sicherten sie sich nicht nur eine fehlerfreie Runde, sondern ebenso mit Platz elf (65,62 Sekunden) eine gute Ausgangsposition. Apropos blitzsauber: Patrick Stühlmeyer glänzte bei seinem Finaldebüt eigentlich ebenso. Doch die Betonung liegt auf eigentlich. Stühlmeyer hatte mit Baloutaire mit gutem Rhythmus begonnen und es sah nach einer fehlerfreien Runde aus. Doch dann kam der verflixte letzte Sprung, wo die Stange fiel. Das ließ die beiden mit 69,29 Sekunden auf Rang 21 zurückfallen. Der verflixte letzte Sprung erwischte auch Richard Vogel. Richie setzt im Weltcup-Finale auf den zehnjährigen Gangster Montdesir. Dass sich der amtierende Europameister diese Woche etwas vorgenommen hat, verdeutlichte sich gleich zu Beginn des Parcours. Eine hohe Grundgaloppade kombiniert mit vollem Risiko – der Plan schien fast aufzugehen. Doch die Betonung liegt auf fast. Auch Richard Vogel erwischte, wie so einige Reiter, die Distanz auf den letzten Sprung nicht ideal. Gangster Montdesir wurde im Absprung flach und die Stange fiel. Mit drei Strafsekunden on top wurde es für den Baden-Württemberger eine Endzeit von 65,8 Sekunden und Rang 14. Damit ist noch lange nichts verloren. Der Weg ist über die nächsten Tage bis zum heiß begehrten Titel noch lange. Weiter geht’s schon heute Nacht in der zweiten Qualifikation.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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