Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

von Mona-Sophie Wieland am Samstag, 11.04.2026 um 06:10

Weltcup-Finale: Zweiter „Streich“ von Kent Farrington und Pech für Richard Vogel

Die zweite Qualifikation der Springreiter beim Weltcup-Finale in Fort Worth hatte es in vielerlei Hinsicht in sich. Und so konnte wahrlich gesagt werden, dass für viele die Karten neu gemischt wurden. Gemischte Gefühle herrschten auch bei den Deutschen.

Ein überlegener Kent Farrington

Kent Farrington war auch in der zweiten Qualifikation beim Weltcup-Finale das Maß der Dinge.  /  © Lafrentz/Tiffany van Halle

Es war zu erwarten und für ein Weltcup-Finale auch völlig legitim: Parcourschef Anderson Lima zog in der zweiten Qualifikation die Anforderungen an. Der Parcours verlangte von den Finalisten höchste Präzision, so wurde jeder kleinste Rhythmusfehler sofort bestraft. Zwei doppelte Kombinationen sowie eine dreifache Linie mit einem mächtigen Oxer im Zentrum verlangten den Reitern alles ab. Auffällige Sprünge erschwerten zusätzlich den Fluss im Parcours. Die Folge waren zahlreiche Fehler und auch unerwartete Probleme bei einigen Favoriten. So aber nicht bei Kent Farrington, dem Weltranglisten-Zweiten und Sieger der ersten Qualifikation. Ihm gelang im abschließenden Stechen eine regelrechte Lehrstunde. Nachdem der US-Amerikaner am ersten Tag auf Toulayna gesetzt hatte, kam heute seine Erfolgsstute Greya zum Einsatz und die beiden spielten bereits im Umlauf ihre gemeinsame Routine aus. Im Stechen ließen sie keinerlei Zweifel: Perfekter Rhythmus und schnell, woraus eine Top-Zeit von 34,36 Sekunden entstand. „Sie hat wieder gezeigt, wie unglaublich sie ist“, freute sich Kent Farrington, der nun natürlich als Führender in den Finaltag einzieht und hier erneut auf Greya setzen wird.

Die Verfolger

René Dittmer und Cody begeisterten auch in der zweiten Qualifikation.  /  © Lafrentz

Und der Rest? Eine gute Zahl, nämlich insgesamt sieben Reiter, schafften es ins Stechen. Die erste fehlerfreie Runde am Freitagabend entpuppte sich zugleich als kleine Überraschung. Die Norwegerin Oda Charlotte Lyngvaer freute sich mit Carabella vd Neyen Z über eine Nullrunde. Die gleiche Freude galt Eiken Sato mit Chadellano JRA und Katherine Dinan mit Out of the Blue SCF, die ins Stechen einzogen. Einen besonders guten Eindruck hinterließen René Dittmer und Cody, die den anspruchsvollen Parcours fast schon am kleinen Finger absolvierten und souverän ins Stechen einzogen. Im Stechen hielten sie als einziges Paar die Fahne hoch und sicherten sich nach einem Abwurf am zweiten Sprung Rang sechs. Auch Kevin Staut blieb mit seiner routinierten Visconti du Telman ohne Fehler. Steve Guerdat, dreifacher Weltcup-Sieger, zeigte ebenfalls eine makellose Runde mit Albführen’s Iashin Sitte (v. Bamako de Muze), musste im Stechen jedoch einen Fehler hinnehmen. Das Podest stellte sich schlussendlich folgendermaßen zusammen: Eiken Sato bestätigte seine Leistung mit einer weiteren Nullrunde und belegte Rang zwei. Kevin Staut reihte sich dahinter auf Platz drei ein und verteidigt diesen auch in der Gesamtwertung. Apropos Gesamtwertung: Kent Farrington führt diese mit weißer Weste überlegen an. Steve Guerdat folgt mit vier Strafpunkten Abstand auf Rang zwei. Er kann also immer noch Geschichte schreiben und das Finale zum vierten Mal gewinnen.

Pech für Richard Vogel

Glück im Unglück: Richard Vogel und Gangster Montdesir verloren nach dem letzten Sprung das Gleichgewicht.  /  © Lafrentz/Tiffany van Halle

Neben René Dittmer lief es für die restlichen Deutschen nicht besonders ideal. Zwar sprang Otello de Guldenboom von Daniel Deußer erneut überragend, kassierte aber einen ärgerlichen Netzroller. Platz 13 und in der Gesamtwertung immer noch Rang vier. Hier folgt René Dittmer übrigens auf einem bärenstarken sechsten Platz. Und dann war im Umlauf diese letzte Linie, die Hauptfehlerquelle des ersten Umlaufs. Richard Vogel und Gangster Montdesir erwischten zunächst einen starken Start, fanden jedoch keine passende Distanz zum Oxer vor der Schlusslinie. Vogel versuchte, mit einem Vorwärtssignal gegenzusteuern - Gangster reagierte zwar, touchierte dabei jedoch die Stange und sie fiel. In Folge dessen kämpften sich die beiden durch die folgende Kombination, doch am letzten Oxer war es mit dem Rhythmus vorbei. Gangster wurde viel zu flach, sprang fast schon durch den Oxer und beide verloren das Gleichgewicht. Richie kam zu Fall, wobei glücklicherweise beide unverletzt blieben. Eine weitere gute Nachricht: Richard Vogel und Gangster Montdesir schaffen es noch unter die besten 18 für das Finale am Sonntag. Schlussendlich wurde es Rang 23. Auch Patrick Stühlmeyer und Baloutaire PS kassierten am finalen Sprung einen Abwurf, Platz 25. 

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
gleich gehts weiter...