München-Riem: Noah Keller gewinnt den Großen Preis von Bayern – Top-Platzierung für Oliver Berger
Das war wieder einmal ein Fest rund um die Pferde: 70.000 Zuschauer erlebten an vier Tagen packenden Sport in vier Disziplinen. Zum Abschluss siegte der amtierende Schweizer Meister der Jungen Reiter, Noah Keller, im Stechen um den Großen Preis von Bayern, Preis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Damit feierte der erst 21-Jährige den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Im Sattel seines ultraschnellen 13-jährigen Belgiers Nestor setzte er sich souverän durch.
In der CSI3*-Springprüfung mit Stechen der Longines Ranking Group C lieferten sich die Reiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem am Ende weniger als sechs Zehntel über Sieg und Platz entschieden. 50 Paare bewarben sich um den Sieg, zehn schafften den Einzug ins Stechen. „Der Parcoursbauer hat beste Arbeit geleistet. Genau so wünscht man sich das“, sagte Hansi Blum, Turnierleitung Springen von Pferd International München.
Der Schweizer Noah Keller zeigte im Sattel seines 13-jährigen Belgischen Warmblut Wallachs Nestor eine blitzsaubere Nullrunde im Stechparcours und sicherte sich damit den prestigeträchtigen Sieg. „Das war der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere“, so der junge Mann. Der Deutsche Tim Hoster landete mit dem Holsteiner Wallach Claus auf Rang zwei, dicht gefolgt von Elisabeth Meyer mit der zehnjährigen KWPN Stute Let it Shine.
Einen respektablen vierten Platz belegte Oliver Berger vom fränkischen PSC Seahorse. Mit dem zehnjährigen Westfalenwallach Cassini hatte er nach einem Null-Fehler-Ritt im Umlauf den Einzug ins Stechen geschafft und blieb hier ebenfalls ohne Makel. Und auch eine weitere Teilnehmerin aus Bayern sorgte für Aufsehen: Emma Bachl von der gleichnamigen Hengststation in Pfarrkirchen sauste mit der 14-jährigen Bayernstute Condolcessa (von Colman/Le Matin) aus der Zucht von Gabriele Berger und im Besitz von Vivien Holy fehlerfrei durch den Grundparcours. Leider gab es im Stechen einen Abwurf, was am Ende Platz acht im starken Feld bedeutete.
Schon zum Auftakt des Finaltags von Pferd International München hatte am frühen Morgen ein Zwei-Phasen-Springen für siebenjährige Pferde den Reigen der Prüfungen eröffnet. Und wieder war es ein Reiter aus der Schweiz, der in den vergangenen Tagen bereits mehrfach gezeigt hatte, wie wohl er und seine Vierbeiner sich auf dem Riemer Terrain fühlen. Pius Schwizer sauste Crocodile Dundee zum verdienten Sieg und verwies den Mannheimer Armin Schäfer mit Donata Regina auf Rang zwei. Dritter im Bunde wurde Mikka Roth aus Zeiskam mit dem Holsteiner Courage.
Auch für die achtjährigen Vierbeiner gab es ein CSI*-Springen, und auch hier führte ein Schweizer Reiter die Siegerehrung an. Anthony Bourquard galoppierte mit Ico de Laume als Schnellster fehlerfrei über die Ziellinie. Zweitplatziert wurde der Ungar Tamas Mraz mit dem KWPN-Wallach Neorado vor Laura Hetzel vom Niederrhein und Chaletto Cool.
Zudem stand erneut eine Amateur-Tour mit drei Zwei-Phasen-Springen auf dem Programm. Die drei Sieger hießen schließlich Christina Späth (Rothsee) mit Havanna la Speranza, Lynn Bläuenstein (Schweiz) mit Comme prevu und Valentina Gass von der RA München mit der Holsteiner Stute Chloe.