Winterlingen: Der Baron des iWEST-Dressur Cups
Es ist in diesem Jahr die 25. Ausgabe des iWEST Dressur Cups. Der Cup steht seit Jahren für Spitzensport und für besondere Geschichten. Bereits im vergangenen Jahr hatten Jana Lang und Baron als Finalsieger und Sieger von vier Qualifikationen eine besondere Cup-Geschichte geschrieben. Nun, im neuen Jahr, knüpfen die beiden genau dort an und sorgten wie schon bei der ersten Qualifikation in Karlsfeld nun auch bei den Winterlingen Winners für Aufsehen.
Am kleinen Finger
„Baron ist ein Naturwunder“, beschrieb Jana Lang nach der Intermediaire I Kür treffend. Der Johnson-Nachkomme ist 20 Jahre alt, aber von „alt“ und „unmotiviert“ um Welten entfernt. Wenn man die Energie und Motivation des Wallachs in Winterlingen gesehen hat, kann man fast schon sagen, dass er sich in der Form seines Lebens befindet. „Er liebt Turniere und sich zu präsentieren“, fügte die Bayerin hinzu. Die beiden zeigten in der Intermediaire I-Kür einmal mehr eine wahre Traumrunde. Absolute Highlights bildeten die Verstärkungen, welche in gut kreuzende Trabtraversalen mündeten, oder auch die toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel und Verstärkungen. Auch die Galopppirouetten gelangen gut zentriert und mit verbesserter Stellung und Biegung. Die beiden zelebrierten ihre Kür mit höchstem Schwierigkeitsgrad und perfekter Harmonie zur Musik fast schon am kleinen Finger und so führten sie mit starken 78 Prozent auch die zweite Qualifikation verdient an. Besser geht’s kaum!
Dahinter folgte eine weitere „Wiederholungstäterin“ und Lia Weil punktete sich mit ihrem Moosbend’s Fauntleroy, wie schon bei der ersten Qualifikation, zu Platz zwei (76,1 Prozent). Wenn man von der Form des Lebens spricht, dann passt das auch für diese beiden oder wie es die Schülerin von Stefanie Lempart beschreibt: „Ich bin superglücklich. Es ist wie ein Traum, der gerade wahr wird“. Die beiden punkten besonders in puncto hohem Schwierigkeitsgrad in Kombination. „Wir haben die Kür über den Winter in ihrer Linienführung nochmal schwieriger gemacht“, erläuterte Lia Weil. Highlights bildeten unter anderem die Verstärkungen, aber auch die in völliger Leichtigkeit präsentierten Übergänge von Dreier- in Zweierwechsel. Nicht ganz ideal klappten gestern die Galopppirouetten rechts, wobei sich in der Ausleitung stets ein leichter Schwungverlust zeigte. Auf Rang drei folgten mit Romina Nieberle und Free Willy echte Cup-Routiniers, die sich in Winterlingen zu 75,8 Prozent punkteten und damit wichtige Punkte fürs Finale sammelten. Dieses Duo punktete genauso wie die Viertplatzierte, Selina Söder mit Shosholoza (75,5 Prozent), besonders mit toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln. Insgesamt zeigte sich unter den Richtern nicht die letzte Einigkeit, wodurch sich auch drei fünftplatzierte Paare ergaben. Das waren Karen Anett Lempert mit Le petit Rouge, Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart und Franz Trischberger mit Henriettenhof’s Kenia, die sich allesamt zu 73,5 Prozent punkteten.
Die iWEST Dressur Cup-Familie bleibt nun in Baden-Württemberg und als Nächstes können in Donzdorf beim Birkhof Dressurfestival Punkte gesammelt werden.