Hagen: Victoria Schumacher erfolgreich im Nationenpreis
Spannung bis zum letzten Ritt herrschte im Hagener Nationenpreis der Junioren. Insgesamt 13 Nationen gingen an den Start, und nach dem ersten Umlauf lagen Großbritannien, die Niederlande, Deutschland und Finnland dank jeweils dreier fehlerfreier Runden nahezu gleichauf. Die Entscheidung war völlig offen und mittendrin die Bayerin Victoria Schumacher.
Für den zweiten Umlauf qualifizierten sich die acht besten Teams. Während die Reiter im ersten Durchgang noch bemerkenswert souverän agierten, sorgte der verschärfte Kurs im zweiten Umlauf für eine deutliche Verschiebung der Rangfolge. Die Parcourschefs hatten die Anforderungen etwas erhöht – mit Folgen. Zahlreiche Paare mussten Fehler hinnehmen, und am Ende gelangen im gesamten Nationenpreis lediglich zwei Doppelnullrunden. Davon profitierte die italienische Mannschaft um Teamchef Piero Coata, die sich mit Ginevra Maria Pellicari und Lexicograaf, Giovanni Votino auf Unbreakable van Overis Z, Gabriel Zagni Minucci mit Orbit sowie Lavinia Lo Bosco auf Oberon van den Berg den Sieg sicherte. Silber ging an die Niederlande, während das deutsche Team mit Lennard Tillmann (Veltiner), Tony Stormanns (RMF Cinnamo), Hannah Blandfort (Tara Levista) und Victoria Schumacher (Noah de Kalvarie) die Bronzemedaille gewann. Alle vier deutschen Reiter kassierten im zweiten Umlauf jeweils einen Abwurf. Nachwuchstrainer Eberhard Seemann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft: „Grundsätzlich haben wir derzeit eine sehr gute Saison bei den Junioren, weil wir in Deutschland viele starke Nachwuchsreiter haben. Hier in Hagen ging es für uns auch um die letzte Sichtung vor den Europameisterschaften. Deshalb habe ich bewusst einigen Reitern noch einmal die Chance gegeben, sich für eine Nominierung zu empfehlen. Mit dem dritten Platz bin ich deshalb grundsätzlich zufrieden, auch wenn vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre.“
Auch im Nationenpreis der Jungen Reiter war Bayern vertreten, genauer gesagt vertrat Emma Bachl mit ihrer routinierten Condolcessa die deutschen Farben. Während Bachl im ersten Umlauf mit der einzigen Nullrunde, das beste deutsche Ergebnis lieferte, kassierte die junge Dame im zweiten Umlauf zwei Abwürfe. Aber auch ihre Teamkollegen behielten keine weiße Weste, so dass sich das deutsche Team mit Emma Bachl, Max Paschertz, Mathies Rüder und Tomma Thiesen am Ende auf Rang vier einreihte. Der Sieg ging an das Team aus Belgien vor dem italienischen Team. In den weiteren Springprüfungen sicherten sich Lena-Marie Kraus mit Mila, Ava Ferch mit Tendresse de la Vie, Jolie Marie Kühner mit Bastille bei den Junioren eine Platzierung. Emma Bachl sprang in einem weiteren Springen der Jungen Reiter mit Obora’s Adrian zu Platz fünf.