Ludwigsburg: Nele Dobmanns besonderer Moment
Der erste Sieg in der Klasse S ist in der Laufbahn eines jeden Reiters etwas ganz Besonderes. Diesen Meilenstein erreichte heute die 25-jährige Nele Dobmann, die seit drei Jahren auf dem Gestüt Greim – nahe der tschechischen Grenze – zu Hause ist. Mit auffallend gefühlvollem Reiten steuerte die aus Stulln stammende Berufsreiterin die achtjährige FBW Vjera aus der Zucht ihres Arbeitgebers in der Dressurpferdeprüfung der Klasse S zum Sieg (Wertnote 8,20). Die Freude war riesengroß: „Ich kann es noch gar nicht fassen! Vjera ist eine richtige Rampensau, sie liebt die Aufmerksamkeit“, strahlte Dobmann nach der Siegerehrung. Ein „Wahnsinnsgefühl“ hätte ihr die Vitalis-Tochter (MV: San Amour I) heute im Viereck gegeben. Die goldene Schleife war höchst verdient. „Vjera bleibt bei uns. Wir planen, sie nach der sportlichen Karriere in der Zucht einzusetzen“, erzählte die S-Siegerin weiter. Auch ihre eigene Zukunft plant sie langfristig auf dem Gestüt Greim: „Ich fühle mich dort rundum wohl!“
Hinter dem bayerischen Paar an der Spitze reihten sich Burberry Rose K unter Sophia Kastner und FBW Favorite Boy mit Pia Wilhelm ein. Damit trabten drei Pferde aus dem DSP-Zuchtgebiet aufs Podium.
Wagners nächster Triumph
Wie schon am Vortag gab es in der Großen Tour von Ludwigsburg auch beim abschließenden Kurz-Grand Prix kein Vorbeikommen an Dressurausbilder Thomas Wagner. Er gehört zu den Stammgästen am Monrepos – seine Runden zeigten, der Hesse fühlt sich hier sichtlich wohl. Sein Westfale Escolux passagierte heute zu 72,419 Prozent, der elfjährige Wallach wird von Runde zu Runde noch ein Stückchen besser. Mit zwei goldenen Schleifen wurde er an diesem Wochenende dafür belohnt. In großer Form zeigte Julia Kühn bei ihren beiden Auftritten ihre Nummer eins im Stall, den Fürstenball-Sohn DSP Fürstano B. Und heute legten die beiden im Vergleich zu gestern noch ein Schippchen drauf. 70,674 Prozent bedeuteten Platz zwei vor Anne Haggenmüller, die in ihrem ersten Kurz-Grand Prix mit Florine OLD 68,488 Prozent erhielt.