Hagen: Raphael Netz brilliert und weitere Podestplätze für Bayern
Am vergangenen Wochenende gingen viele Blicke in Richtung Hagen, wo für Deutschlands Dressurreiter die letzte Sichtung für die Heim-WM in Aachen anstand. Nach einem hocherfolgreichen Auftakt für die bayerischen Dressurreiter ging es genauso gut weiter.
„Camelot, du warst diese Woche einfach unglaublich. Danke, dass du immer alles gibst – ich bin so stolz auf dich“, resümierte Raphael Netz überglücklich. Das brachte es ziemlich treffend auf den Punkt, gar sah man Raphael Netz und Great Escape Camelot in Hagen so gut wie noch nie. So brillierten die beiden auch im Grand Prix Special und punkteten sich zu 74,2 Prozent, was Platz zwei hinter Isabell Werth und Wendy de Fontaine (82,4 Prozent) bedeutete. Netz und Camelot überzeugten einmal mehr mit stets bestem Seitenbild, absoluter Harmonie und total fließenden Übergängen. Während sich die Piaff Passage Tour gleichmäßiger und die Galopptour insgesamt noch gelassener sowie selbstsicherer präsentierte als zuletzt, schlichen sich hier und da noch ein paar Schönheitsfehler, wie beispielsweise Mini-Verhaspler vor dem Angaloppieren aus der Passage in den Galopp, ein. Alles in allem hätten die beiden bei der finalen WM-Sichtung keine größeren Ausrufezeichen setzen können. Doch aus bayerischer Sicht hätte es in den weiteren Prüfungen nicht viel besser laufen können. Yara Reichert sicherte sich im Finale der CDI1*-Tour, einer Intermediaire I, mit Skyline to B Rang drei (68,9 Prozent). Der Sieg ging hier an Charlott-Maria Schürmann mit Mr. Lova Lova (72,8 Prozent). Lisa Müller und Gut Wettlkam’s D’Avie schnappten sich im Grand Prix Special der CDI4*-Tour Rang fünf (71 Prozent). Der Sieg ging hier an Isabell Werth mit Viva Gold OLD (78,8 Prozent) vor Katharina Hemmer mit Denoix PCH (78,8 Prozent). Noch besser lief es für Lisa Müller im Finale der CDI3*-Tour, einem Grand Prix Special. Hier reihte sie sich mit Gut Wettlkam’s Zonik Hit OLD (70,1 Prozent) auf Rang drei hinter Moritz Treffinger mit Morricone (71,7 Prozent) und Lena Haßmann mit Chere Celine OLD (70,9 Prozent) ein.