Deutsche Amateurmeisterschaften: Dramatisches Ende für Bayern
Man sagt es nicht nur einfach so, aber Meisterschaften haben ihre eigenen Gesetze. Nach einem starken Auftakt erwischten die bayerischen Amateure am Finaltag nicht ihren besten Tag.
Bernd Hofbauer und sein Jupiter hatten in den ersten beiden Wertungsprüfungen der Amateur-Springreiter auf S-Niveau geglänzt und beide Prüfungen für sich entschieden. In totaler Selbstsicherheit und Leichtigkeit hatten sie sich die beiden Siege gesichert und Gold lag wahrlich in der Luft. Auch am Finaltag zeigten sich die beiden im Springen über 1,40 Meter in starker Form, kassierten aber zwei Abwürfe. Damit sicherten sie sich in der dritten Wertungsprüfung zwar noch eine Salatschleife, wurden aber im Gesamtranking leider aus den Medaillenrängen „gespült“. Und so rangierten sie in der Meisterschaftswertung auf einem immer noch tollen sechsten Platz. Das letzte Quäntchen Glück wollte heute einfach nicht auf ihrer Seite liegen. Gold ging an Gerd Gerdes mit Jurwinas fille vor Theresa Engfer mit Call me Maja und Frieder Dietterle mit Corinna. Alle drei waren über die drei Tage abwurffrei geblieben.
Apropos Quäntchen Glück: Auch im Dressurviereck, im Finale der Dressur-Amateure auf S-Niveau, erwischten Gee Wierichs und ihre elegante For Future FRH nicht ihren besten Tag und so zeigte sich die zehnjährige Fürst Belissaro-Tochter in der S-Kür etwas aufgeregt. Daraus resultierten teure Fehler, wie beispielsweise misslungene Dreier- und auch Viererwechsel. Nachdem die beiden vor dem Finale noch auf Rang vier und damit in Medaillenreichweite gelegen hatten, fielen auch diese beiden im Gesamtranking zurück und beendeten ihre ersten Deutschen Amateurmeisterschaften auf einem guten zwölften Platz. Gold ging hier an die Baden-Württembergerin Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart, die in beiden Wertungsprüfungen überlegene Siege gefeiert hatte und sich im Gesamtranking gegen Amrei Eule mit Djasper Deluxe und Laura Körting mit Amazing Grace durchsetzte.
Last but not least besaß auch Josefa Mattusch im Finale der Horst-Gebers-Ponytour nicht das letzte Quäntchen Glück. Nachdem am ersten Tag mit ihrem DSP Castellionis Stardancer noch alle Stangen liegen geblieben waren, fielen im Finale gleich zwei. Die Zeit stellte sich aber als schnell heraus, sodass für die beiden noch Platz 13 und damit eine Schleife heraussprang. Auch hier ging der Sieg nach Baden-Württemberg, genauer gesagt an Luisa Sophie Roth mit Black Jack.