Ising: Starbesetzung im Grand Prix
Sylvia Gugler konnte es kaum fassen: „Was für ein Starterfeld im Grand Prix!“ Die prominente Besetzung mit Olympiasiegern und hochkarätigen Nachwuchspferden unter den 23 Startern sorgte beim Turnier auf Gut Ising sogar bei der erfahrenen Turnierleiterin und Hausherrin für Erstaunen. Und die Aktiven lieferten wahrlich ab.
Allen voran Jessica von Bredow-Werndl aus Aubenhausen, die die elfjährige KWPN-Stute Times Kismet gestern Abend nach einer längeren Turnierpause erstmals wieder im Viereck vorstellte. Und da trabten die beiden von Höhepunkt zu Höhepunkt, zeigten nahezu perfekte Einerwechsel und setzten sich am Ende trotz minimaler Unstimmigkeiten und kurzen nervösen Augenblicken auf Platz eins.
Der Silberrang wurde es für Lisa Müller vom RV Hachinger Tal, die den schicken zehnjährigen Hannoveraner Gut Wettlkam’s Dantiamo unter dem Sattel hatte. Zwar gab es auch bei den beiden ein paar kleine Unstimmigkeiten, doch am Ende stand der verdiente zweite Platz auf der Anzeigetafel.
Ein Paar, das erst seit Juli gemeinsam öffentlich auftritt, landete auf dem dritten Rang. Mannschaftsweltmeister Raphael Netz vom RC Gut Weiglschwaig startete da auf Gut Eicherloh erstmals mit dem elfjährigen Rheinländer Vita di Lusso seiner Lebensgefährtin Selina Söder und feierte dort gleich einen Doppelsieg. Die beiden harmonieren offensichtlich bestens, setzten ihre Erfolgsserie vor wenigen Wochen auf dem Fichtenhof in Schäftlarn fort und glänzten auch in Ising.
Jessica von Bredow-Werndl schaffte es mit dem Hannoveranerhengst Dancier Gold, mit dem sie am Vortag bereits die Intermédiaire II für sich entschieden hatte, auf den vierten Rang und verwies damit ihren Bruder Benjamin Werndl mit Quick Decision auf Platz fünf.
Bereits am Vormittag war in der Isinger Halle eine S*-Dressur über die Bühne gegangen und hier gab es ebenfalls einen prominenten Sieger. Benjamin Werndl steuerte den siebenjährigen ehemaligen westfälischen Auktionssieger durch die Prüfung und galoppierte mit dem mächtigen Braunen zum Sieg. Rang zwei wurde es für Svenja Holzmayr vom Verein Reitstall Gut Eicherloh mit dem ebenfalls westfälisch gezogenen zwölfjährigen Equador, gefolgt von Franz Trischberger vom Reitsportzentrum München mit Henriettenhof’s Kenia.