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Dienstag, 18.08.2020 um 17:31

Knappes Ding: Team-Silber für Raphael Netz

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Entscheidung um die Medaillen bei der EM der U25-Reiter im ungarischen Pilisjaszfalu war denkbar knapp und so lastete aller Druck auf Ann-Kathrin Lindner und ihrem FBW Sunfire. Die Ilsfelderin wurde vom Bundestrainer Sebastian Heinze auf Nummer vier gesetzt – sie hatte zuvor in Kronberg und Hagen bei den Sichtungen gezeigt, dass sie derzeit Deutschlands Beste ihrer Altersklasse ist. Und sie hielt dem Druck stand. Mit 74,588 Prozent verließ sie mit dem Württemberger Wallach das Viereck. Doch da hieß es noch: Zittern. Nach ihr kam noch die Niederländerin Jeanine Nieuwenhuis mit TC Athene und die Dänin Josefine Hoffmann mit dem einstigen Weltmeister der jungen Dressurpferde Honnerups Driver. Dies waren die Nationen, die dem deutschen Team auf Augenhöhe begegneten.

Am Ende ging es um jeweils knapp ein Prozent, das Gold von Silber und Silber von Bronze trennte – bei vier Teilnehmern mit einem Streichergebnis weiß man, wie eng die Leistungsdichte dann war. Es setzte sich schließlich das Team Oranje durch, mit 219,294 Prozent gegenüber den Deutschen mit 218,323 Prozent und den Dänen mit 217,441 Prozent. Silber also für die Bundesrepublik.

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Zunächst hatte Alexa Westendarp mit Hicksteadt die Deutschen in Führung gebracht – auch wenn sie am Ende mit 70,530 Prozent das Streichergebnis lieferte, war das eine mehr als respektable Leistung. Dann Raphael Netz. Der 21-jährige Jungspund aus Aubenhausen und sein Lacoste gehörten bereits im vergangenen Jahr zum Gold-Team und man merkte, dass sie an Souveränität gewonnen haben. Auch wenn der zwölfjährige Hannoveraner leicht spannig in die Prüfung startete - Netz wusste das auszugleichen. Mit seiner Ruhe führte er "Costi" durch das Viereck und ließ ihn strahlen. Immer im Rhythmus - ein harmonisches Team und eine tolle Runde, die mit 72,441 Prozent belohnt wurde.Es folgte Hanna Erbe auf Carlos mit 71,294 Prozent - und schließlich Ann-Kathrin Lindner mit Sunfire.Am Ende war es eine knappe Entscheidung, die jedoch auch auf Bronze hätte enden können. Hätte der ungarische Richter die Schlussreiterin aus Dänemark nicht so mit zehn Prozent weniger bedacht als seine Kollegen, wäre es wohl anders ausgegangen. Egal wie. Die Deutschen dürfen mit ihren Leistungen und mit Silber zufrieden sein. (mos)Fotos: Stefan Lafrentz

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