Babenhausen: Ralf Rundel sammelt alle Punkte; Petra Mayr-Hinmüller siegt im Viereck
Auch zum Abschluss der Saison lässt es sich der Reit-, Fahr- und Zuchtverein Babenhausen nicht nehmen, noch einmal zu einem herbstturnier einzuladen. Dabei stand erneut eine einladende Ausschreibung auf dem Programm, die mit sehr hohen Nennungszahlen belohnt wurde, die selbst die vorgesehene Zeiteinteilung um einiges gesprengt hatten. Am Sonntag hatte es zum Abschluss sowohl in der Dressur als auch im Parcours eine schwere Prüfung gegeben, in der Ralf Rundel und Petra Mayr-Hinmüller die Nase vorn hatten.
Runde Sache für Rundel
Bereits als sechster der insgesamt 44 Starterpaare brachte der Versicherungskaufmann und Amateur-Springreiter Ralf Rundel seinen zwölfjährigen Nabab de Reve-Sohn Nice Behaviour an den Start. Schon fast siegessicher und mit seiner großen Routine meisterte er die Aufgaben mit hoch angelegtem Grundtempo, um mit gutem Fluss und einer schnellen Zeit die nachfolgenden Starter unter Druck zu setzen. Es schien zugleich so, als wäre eine sichere Nullrunde in dieser Punktespringprüfung die bessere Variante, die zum einen Samanta Laack aus Öfingen verfolgte, sowie auch Juliana Dammers aus Königsbrunn. Beide Damen wussten den Parcours mit genügend Vorsicht und dem richtigen Maß an Risiko anzugehen. Damit waren sie zunächst auf den Rängen zwei und drei gelandet, wäre da nicht noch Baden-Württemberger Benjamin Fischer mit seinem zweiten von insgesamt drei Pferden gewesen. Mit dem Sohn des Messanger Mumbai aus der Zucht des Gestüts Lewitz nahm er die Verfolgung nochmals auf, musste sich jedoch knapp zwei Sekunden hinter Rundel einreihen.
Finale im Schwaben-Cup
In verschiedenen Klassen wurde in Babenhausen das Finale des Schwaben-Cups ausgetragen. In der Klasse S hatten sich zwölf Amateurreiterinnen in die Teilnehmerliste eingetragen. Die Siegerehrung führte zugleich das Paar aus Bad Wörishofen an. Mit dem elfjährigen Van Vivaldi I-Sohn Van Vision punktete Petra Mayr-Hinmüller vor allem in den Verstärkungen, musste jedoch Fehler in einem Wechsel und der zweiten Pirouette in Kauf nehmen, was das Ergebnis auf 67,143 Prozent beschränkte. Lediglich ein ein halb Punkte dahinter landete Nanja Sirch. Nun trabte sie mit ihrer Hannoveraner Stute Santina ebenfalls zu Silber mit 67 Prozent. Das Podium komplettierte der Württemberger Sohn des Don Schufro von der ZG Klaus und Edwin Schuster, mit seiner Reiterin Daniela Eder. Genannt Der kleine Däumling steht der zwölfjährige Wallach im Besitz von Katharina Holzwarth und konnte zwar noch mit kleinen Unstimmigkeiten, jedoch einem soliden Fundament zu 66 Prozent galoppieren.