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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 28.09.2025 um 17:12

Moritz Treffinger siegt im Piaff-Förderpreis-Finale und Raphael Netz mit zwei Personal Bests

Eine besondere Atmosphäre: Das Piaff-Förderpreis-Finale fand unter Flutlicht statt.  /  © Rüchel

Besser geht’s wohl kaum: Nach dem Sieg in der Einlaufprüfung am Finalwochenende des Piaff-Förderpreises in Hagen, setzt sich der gebürtige Baden-Württemberger, Moritz Treffinger, mit Cadeau Noir auch im Finale durch. Auch Selina Söder setzt erneut Ausrufezeichen und Raphael Netz knackt mit Dieudonné erstmals die magische 80-Prozentmarke.

Das i-Tüpfelchen

Moritz Treffinger hätte sich die diesjährige Saison nicht erfolgreicher vorstellen können. Nach Mannschaftsgold sowie Einzel-Silber und -Gold krönte er seine starke Saison mit einem Sieg im Piaff-Förderpreis-Finale für Deutschlands beste U25-Dressurreiter – das erstmals auf dem Hof Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald stattfand.

Im Sattel seines EM-Partners Cadeau Noir wusste er mit einem bereits sehr sicheren Grand Prix zu überzeugen. Er punktete mit viel Übersicht, top zentrierten Galopppirouetten, gut ausgehaltenen Passagen sowie gut nach vorne gesprungenen Einerwechseln. Teuer wurde es im Rückwärtsrichten, als der Hengst nicht zum ruhigen Halten kam, sowie durch einen kurz gesprungenen Wechsel in den Einerwechseln. Auch die Piaffen zeigten sich im Hinterbein breit abfußend.

Alles in allem durfte sich der Bereiter vom Gestüt Bonhomme über ein neues persönliches Bestergebnis von 72,5 Prozent freuen. Der 22-Jährige war sichtlich überwältigt:
„Ich bin einfach dankbar, dass wir die Saison mit einem großartigen Abschluss krönen konnten. Ich konnte ganz entspannt in die Aufgabe reiten, denn ich hatte bereits ein tolles Jahr und hätte den Sieg auch jeder meiner Mitstreiterinnen gegönnt. Wir unterstützen uns alle gegenseitig – und dass es jetzt so gut gelaufen ist und wir drei ganz vorne stehen, ist einfach fantastisch. Ich freue mich riesig darüber.“ Der Hannoveraner Hengst Cadeau Noir sei sein verlässlicher Ruhepol, erzählt der gebürtige Baden-Württemberger: „Er holt mich einfach ab, und er wird nie hektisch. Besonders in der Zick-Zack-Traversale sagt er: ‚Schätzchen, halt dich fest, steuere mich da durch – ich hab’s im Griff.‘ Ich liebe ihn über alles, er ist einfach der Beste.“

Hinter Moritz Treffinger folgte Anna Schölermann, die mit ihrem EM-Partner Springborgs Guardian im Vergleich zum ersten Tag noch einmal eine gewaltige Schippe drauflegte (70,2 Prozent). Eine weitere Mannschaftskollegin aus dem diesjährigen U25-Goldteam, Elisabeth von Wulffen mit Triple A, komplettierte das Podest (69,5 Prozent). Auch Selina Söder wusste am Finalwochenende auf ganzer Linie zu überzeugen. Nach Platz drei beendete sie mit Vita di Lusso das Finale auf Platz vier (68,7 Prozent). Es ist schön zu sehen, dass die beiden Prüfung zu Prüfung weiter zusammenwachsen und schon jetzt mit so einigen Highlights zu überzeugen wissen. Beispielsweise punkteten sie in gut abfußenden Piaffen und Passagen sowie fließenden Übergängen. Teuer wurde es in der Zick-Zack-Traversale und auch in den Serienwechseln fehlt hier und da noch die letzte Gelassenheit.

Insgesamt entpuppte sich das Hagener Wochenende als voller Erfolg für den Stall Netz/Söder. Denn nicht nur Selina Söder wusste zu überzeugen, sondern auch Raphael Netz setzte mit seiner Nachwuchshoffnung, dem zwölfjährigen Württemberger DSP Dieudonné, ein deutliches Ausrufezeichen. Nach einem überlegenen Sieg im Grand Prix knackten die beiden in der Grand-Prix-Kür erstmals die magische 80-Prozent-Marke und sicherten sich mit 80,2 Prozent den Sieg vor Carina Scholz mit Soirée d’Amour (78,4 %) und Lyndal Oatley mit Forever Young HRH (75,9 %). „Wir haben noch einmal ein bisschen was im Training und im Management verändert. Dass das heute hier so schön funktioniert hat, zeigt, glaube ich, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben“, erläuterte Netz.
Die beiden Siege lassen die Vorfreude auf die bevorstehende Hallensaison weiter wachsen. Neben Selina Söder und Raphael Netz sammelte auch Lisa Müller Top-Platzierungen. Die Junioren-Europameisterin Marie Sohler stellte ihren nun neunjährigen Hengst Global Player OLD erstmals in der Jungen-Reiter-Tour, also in der schweren Klasse, vor. Das Debüt wurde mit zwei Siegen und einem zweiten Platz belohnt. In der finalen S*-Kür feierten die beiden mit 74 Prozent sogar einen sehr überlegenen Sieg.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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