Herning: Raphael Netz mit Platzierung
Das Weltcup-Geschehen nimmt wieder an Fahrt auf. In Herning fällt an diesem Wochenende für die Dressurreiter der Startschuss der Weltcup-Saison 2025/2026. Neben einem überlegenen Sieg für Cathrine Laudrup-Dufour mit Mount St. John Freestyle im Grand Prix, gab’s für den Bayern Raphael Netz mit Great Escape Camelot eine gute Platzierung.
Gutes deutsches Herren-Duo
Bereits beim Betrachten der Starterliste entpuppte sich die Vize-Europameisterin von Crozet, Cathrine Laudrup-Dufour, als klare Favoritin der Einlaufprüfung für die morgige Weltcup-Kür. Die Dänin setzt beim Weltcup-Auftakt auf ihre EM-Partnerin Mount St. John Freestyle. Bereits bei den Europameisterschaften hatte sich die nun 16-jährige Hannoveraner- Stute in der Form ihres Lebens präsentiert. An diesen Eindruck knüpfte das Erfolgsduo in Herning an. Bestes Seitenbild, höchste Harmonie und viel Mechanik in den Piaffen und Passagen führten zu einem Endergebnis von 81,9 Prozent. Dabei verloren die beiden sogar noch durch ein Angaloppieren in einer Passage Punkte. Zudem wünschte man sich in der Galopptour teilweise einen noch besseren Durchsprung, was aber wahrlich ein Meckern auf allerhöchstem Niveau war. Die beiden führten mit acht Prozent Abstand zur Zweitplatzierten Maria von Essen mit Invoice das Feld an (73,3 Prozent). Auch die beiden deutschen Starter, Raphael Netz und Moritz Treffinger, erwischten einen guten Auftakt. Für Letzteren ist es ein wahrlich besonderes Wochenende. So feiert der U25-Europameister mit seinem EM-Partner Cadeau Noir an diesem Wochenende sein Weltcup-Debüt, was zugleich mit Rang acht und einer Platzierung belohnt wurde (71,4 Prozent). Im Vergleich dazu ist es für Raphael Netz und Great Escape Camelot die dritte gemeinsame Weltcup-Saison. In ihrer ersten Weltcup-Saison hatten es die beiden bis ins Finale in Riad geschafft. In Herning brillierten die beiden unter anderem mit dem besten Rückwärtsrichten der Prüfung (mit der Note 9 bewertet) sowie fließenden Trabtraversalen und einem durchgehend besten Seitenbild. Punkte gingen heute in den noch nicht ganz aktiv abfußenden Piaffen verloren. Zudem galoppierte der 14-jährige Wallach beim Anpassagieren kurz an. Alles in allem reihten die beiden sich mit 72,2 Prozent auf Rang fünf ein. Nun heißt es in der morgigen Kür Daumen drücken.