Basel: Eine kleine Sensation im Championat der Stadt Basel
Es sind die kleinen, ja die etwas unvorhersehbaren Geschichten, die den Reitsport auch so besonders machen. Im Championat of Basel schrieb „Außenseiter“ Josch Löhden solch eine und sorgte mit EIC Schabernack für eine kleine Sensation.
Alles riskiert
Bereits der Umlauf des 1,50-Meter-Springens hatte es in sich und verfügte über so einige Klippen. Während Adrian Schmid und sein Chicharito gleich zum Prüfungsauftakt die erste Nullrunde lieferten, bissen sich die nächsten Reiter erst einmal die Zähne aus. Schlussendlich stellte sich aber ein Stechen aus sieben Reitern zusammen. Und man durfte sich im Stechen auf eine gelungene Mischung aus Routiniers und „Newcomern“ freuen. Zu Letzteren zählt Josch Löhden. Dem 33-Jährigen wurde die Reiterei quasi in die Wiege gelegt. Er wuchs mit Pferden auf, wobei sein Großvater vor über 50 Jahren die Basis für den erfolgreichen Zucht-, Ausbildungs- und Verkaufsstall in Heeslingen gelegt hatte. Heute führt Josch Löhden den Betrieb gemeinsam mit seinem Vater Jens Löhden. Schon in jungen Jahren hatte Josch Löhden immer wieder auf sich aufmerksam gemacht und avancierte zweimal zum Deutschen Jugendmeister der Junioren. Schon damals überzeugte er mit feinem Händchen für die Jungpferdeausbildung. So kam es auch zur Zusammenarbeit mit Max Kühner. Durch diese Zusammenarbeit kam auch der Cornet-Obolensky-Sohn EIC Schabernack in den Stall Löhden. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Den ersten ganz großen Erfolg feierten die beiden mit dem Sieg im Großen Preis des traditionsreichen Turniers VR Classics in Neumünster im vergangenen Jahr. In Basel setzten die beiden nun einen oben drauf. Während man nach der einfach blitzschnellen Runde von Hansi Dreher und seinem flinken Fuchswallach Vestmalle des Cotis dachte, dass es kaum schneller geht (33,31 Sekunden), bewiesen Josch Löhden und der zehnjährige Wallach das Gegenteil. Löhden riskierte alles und als die Uhr bei 33,16 Sekunden stoppte, riss es das Schweizer Publikum von den Sitzen. Die Sensation war perfekt.
Löhden setzte sich außerdem gegen Katharina Romberg mit Colestus Cambridge (34,23 Sekunden), Willem Greve mit Party in de Hus (35 Sekunden) und Adrian Schmid mit Chicharito (36,69 Sekunden) durch, die die Top 5 bildeten. Bleiben wir bei den Springreitern: Bereits zum Tagesauftakt durfte sich das Ländle bei den U25-Reitern über eine Platzierung freuen. Alia Knack und DSP Claus Peter lieferten erneut eine tadellose Nullrunde und reihten sich auf Platz zwölf ein. Übrigens haben wir uns mit Alia Knack getroffen. Im Video beschreibt sie ihren DSP Claus Peter. Hier geht’s zum Video.