Ludwigsburg: Trischbergers Lehrstunde
Die „Derby Stars von Morgen-Tour“ macht an diesem Wochenende Halt beim 29. Ludwigsburger Dressurturnier. Und die Einlaufprüfung, eine Intermediare II, hielt, was schon die Starterliste versprach: ein hoch qualitatives Teilnehmerfeld. Besonders die Paare aus Bayern wussten am Monrepos zu überzeugen. Allen voran Franz Trischberger mit der zehnjährigen Oldenburger Stute Henriettenhof’s Kinshasa OLD. Von der ersten Linie an setzte der gefragte Ausbilder die Bordeaux-Tochter gekonnt in Szene. Schon für das Einreiten gab es Wertnoten bis zu 8,5. Geschlossen und mit viel Ausdruck sammelte Trischbergers Zukunftshoffnung in den entscheidenden Drei-Sterne-Lektionen, wie den Piaffen und Passagen, über die ganze Prüfung hinweg reichlich Punkte. Die Leistung des Bayern im Sattel hob sich vom restlichen Feld ab. 73,447 Prozent brachten den verdienten Sieg.
Wie schon in München-Riem lieferten sich zwei Reiter dabei ein bayerisch-bayerisches Duell um den Sieg. Yara Reichert und Force Majeure waren die Einzigen, die dem späteren Siegerpaar wirklich das Wasser reichen konnten. Force Majeure bewegte sich, besonders in der Trabtour, spektakulär. 72,184 Prozent reichten, um Thomas Wagner und Barnaby auf Platz drei zu verweisen. Das beste Paar aus Baden-Württemberg folgte mit Saskia Löwel und Fürstenballerina Live auf Platz vier.
Nicht weniger Qualität brachte die S*-Prüfung am Freitagmorgen am Monrepos mit sich. Nicole Grosch ging mit Visser’s Hit Valeria VEC OLD an den Start, die bei der Nürnberger Burg-Pokal-Qualifikation in München-Riem auf Platz zwei landete. In Ludwigsburg waren die beiden heute mit fast vier Prozent Vorsprung die absolute Nummer eins. 74,008 bedeuteten die goldene Schleife vor Ann-Kathrin Lindner. Die ehemalige U25-Europameisterin stellte die erst siebenjährige Josefine mit viel Gefühl vor. 70,317 Prozent lassen auf eine glorreiche Zukunft hoffen. Die 70-Prozent-Marke knackten auch Naomi Boncium und Mercedes Zee – Rang drei.
Beim Auftakt der Jungpferde-Tour auf M**-Niveau glänzte Jürgen Bimmels langjährige Schülerin Leonie Moll mit dem DSP-Wallach Sheldor. Mit Bewertungen von bis zu 71,912 Prozent gelang der Sieg vor Ines Fleischmann und Top Score sowie Tina Nägele im Sattel von Fiorella CB.