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von Claus Schridde am Donnerstag, 20.08.2026 um 16:23

Bundeschampionate Fahren in Moritzburg gestartet

Bayerischer Doppelsieg bei den Ponys

Im herrlichen Ambiente des sächsischen Landgestüts Moritzburg sind die Bundeschampionate der Fahrpferde gestartet. Am heutigen Donnerstag gingen zunächst acht Gespanne bei den vier- und fünfjährigen Fahrponys an den Start, und alle acht lieferten championatswürdige Leistungen ab. Dabei lieferte die weit über Deutschlands Grenzen bekannte bayerische Fahrerin Kathrin Karosser (Pferdefreunde Leitzachtal, Sitz Hundham) mit ihren vierjährigen Edelbluthaflingern Marie Luise SCH (v.  Starino I-Nakuri, Z.: Johann Schmid) und Schamu M (v. Stano II-Nantano, Z. u. B.: Birgit u. Robert Müller) einen fulminanten Doppelsieg ab. Mit der Stute Marie Luise SCH gab es als Endnote 8,57; mit dem Hengst Schamu M 8,50. Jedes Pony bekam mehrfach Einzelnoten von 9,0. Auch auf dem dritten Platz (8,14) rangierte ein Edelbluthaflinger aus Bayern, und zwar die fünfjährige Oana (v. Salvator-Waldgeist, Z.: Winfried Winter) mit dem aus Brandenburg stammenden Holger Mercier (PSV Friedland e. V.). Vierter wurde der in Südniedersachsen beheimatete Dr. Florian Grober (RFV. Bad Gandersheim) mit dem vom Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover registrierten Deutschen Classic Pony Jay Fire von Clus (v. Jaybee von Clus-Janjo Boy vom Schedetal, Z.: Ralf Grober). Die besten fünf Ponys ziehen direkt ins Finale am Samstagnachmittag ein, ein sechster Starter kommt noch aus dem „Kleinen Finale“ hinzu, das morgen nachmittag rasseübergreifend zur Austragung kommt.

Start-Ziel-Sieg für Hannover

ChamChampionanwärter: Der Hannoveraner Wallach Bangor mit Lea Marie Hemken  /  © Brit Placzek

Ein kleines, aber feines Starterfeld mit vier Kandidaten kam bei den vier- und fünfjährigen Fahrpferden zur Präsentation. Vier Warmblüter präsentierten sich, darunter ein Hannoveraner, zwei Mecklenburger und ein Trakehner. Dabei landete der fünfjährige Hannoveraner Wallach Bangor (v. Best of Gold-Royal Hit-Prince Thatch xx-Gigant-Adlerfarn II-Duft I-Markant, Hann. Stamm 692/Lobelle, Z.: Jörn Wedermann) mit seiner Besitzerin Lea Marie Hemken (Ammerländer Reitclub) einen Start-Ziel-Sieg. Sie eröffneten die Prüfung besonders verheißungsvoll und lieferten ab: Trab 9,0 und noch weitere überaus positive Bewertungen führten zu einer Gesamtnote von 8,21. Mit deutlichem Abstand (7,07) folgte dann der fünfjährige Mecklenburger Rappe Fidibus B (v. Finest-Sancisco-Lord Kemm-Lomber-Juon I-Mars-Alberto, Z. u. B.: Jörg Bluhm) mit Tom Eichler (Reitverein To der Wese). An dritter Stelle (6,86) rangierte die fünfjährige Trakehner Schimmelstute Sonina (v. Göteborg-Nerv-Caprimond-Alarm III-Modus xx-Almanach, Trak. Fam. O19A1 Samona-Gestüt Ganschow , Z.: Peter Haidan) mit Michelle Bloßfeld (Pferde SV Graditz), gefolgt von einem weiteren Mecklenburger Rappwallach, allerdings vierjährig: Mimikry E (v. Morricone I-Secret-Casaretto-Largos-Guam-Infant, Z. u. B.: Tom Eichler) mit Franziska Wüstenhagen (Reitverein To der Wese; 6,79). Alle vier Pferde haben ordentliche Runden abgeliefert und sind mangels weiterer Konkurrenz qualifiziert für das Finale mit Fremdfahrertest am Sonntag.

Stuten- und Frauenpower bei den Schweren Warmblütern

Tesslana trabte in Führung.  /  © Brit Placzek

Ein großes Starterfeld von 21 Pferden bewarb sich in der Einlaufprüfung der vier- und fünfjährigen Schweren Warmblüter. Dabei setzte Marlen Fallak (PSV. Nägelstedt) mit der selbstgezogenen fünfjährigen braunen Stute Tesslana (v. Loriot-Valerius-Centimo-Vasall-Don Carlos)bereits im ersten Viertel des Starterfeldes Maßstäbe:  Für das Tritte verlängern gab es die Traumnote 9,5 und auch sonst lief alles nach Wunsch: 8,50 als Endnote war die Richtschnur für alle weiteren Teilnehmer. Schon oft stand Marlen Fallak an der Spitze von Championaten in direkter Konkurrenz zu Bettina Winkler (RFV. Gestüt Bretmühle), so auch dieses Mal: Die fünfjährige braune Stute Tilda (v. Lexter’s Legacy-Veit) belegte  mit 8,29 Platz zwei.Den dritten Rang (8,0) belegte ebenfalls eine Stute, und ebenfalls von einer Dame gefahren: Olena (v. Claudius-Veit) mit Carola Slater-Diener.

Gleich dreimal war Platz vier (7,71) besetzt, und zwar durch Bettina Winkler und Marlen Fallak mit ihren Zweitpferden Linus bzw. dem Moritzburger Landbeschäler Centurio sowie Sebastian Stiller mit dem ebenfalls gekörten Hengst Escopa A. Diese sechs Teilnehmer ziehen direkt ins Finale ein. Im Kleinen Finale haben morgen nachmittag noch zwei weitere Pferde die Chance, ein Finalticket zu lösen. Nicht alle Urteile waren nachvollziehbar: So verzieh die  Jury teilweise gleich mehrere Widersetzlichkeiten, die sie bei anderen Teilnehmern vergleichsweise gnadenlos ahndete.

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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